Drogenprozess

Drogenprozess

Drei Männer im Alter von 26, 39 und 46 Jahren hatten sich einer serbischen Tätergruppe angeschlossen, die sich auf die Cannabiszucht in Österreich spezialisiert hatte.

Unter anderem wurde in Purbach in einem gemieteten Gebäude eine Cannabiszucht eingerichtet.

Tätergruppe betrieb zehn Indoorplantagen

Insgesamt betrieben die Täter zehn Indoorplantagen, eine davon in Purbach, eine weitere in Weiden am See, sowie andere Standorte in Niederösterreich und Wien.

Vorige Woche standen sie vor einem Schöffensenat. Alle drei waren bereits wegen Drogendelikten vorbestraft.

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Die drei Männer bekannten sich schuldig und wurden zu Haftstrafen zwischen 22 Monaten und vier Jahren verurteilt.

Foto:
Kirchmeir


Die serbische Tätergruppe, der sich die Angeklagten angeschlossen hatten, war laut Staatsanwaltschaft darauf ausgelegt, große Mengen Cannabisblüten in Österreich zu erzeugen und zu verkaufen.

Der 26-jährige Angeklagte, ein gebürtiger Serbe mit Wohnsitz in Wien, war am Cannabisanbau in sechs Plantagen beteiligt und produzierte 114 Kilo Cannabis.

300 Kilo Cannabis verkauft

Er verkaufte insgesamt knapp 300 Kilo Cannabis an Drogenabnehmer weiter.

Der 39-jährige Angeklagte, ein bulgarischer Staatsbürger mit Wohnsitz in Niederösterreich, Geschäftsführer in seiner eigenen Baufirma, stellte für die in den Drogenplantagen tätigen „Gärtner“ gefälschte Lohnbestätigungen aus, verhandelte mit einem Stromanbieter wegen der Stromrechnung und trug zum Anbau von knapp 4000 Cannabispflanzen in vier Plantagen bei.

Der 46-jährige Angeklagte, ein bulgarischer Staatsbürger mit Wohnsitz in Wien, war nur an einer Plantage beteiligt, in der 43 Kilo Cannabis erzeugt wurden.

Außerdem half er beim Abpacken der Drogen. Vor Gericht bekannten sich alle drei Männer schuldig. „Ich war ein Idiot“, gab sich der 26-Jährige reuig.

Der Prozess war rasch wieder vorbei, was Verteidiger Rudolf Mayer sichtlich freute: „Hier haben Sie Leute sitzen, die schuldeinsichtig sind und unsere wertvolle Lebenszeit nicht vergeuden!“

Er verwies darauf, dass in den USA in einigen Bundesstaaten der Konsum von Cannabis legal sei.

Verteidiger Mayer: „Bin ein totaler Asket“

„Ich trinke keinen Alkohol, rauche nicht, bin ein totaler Asket, aber so können nicht alle sein“, ließ Verteidiger Rudolf Mayer die Anwesenden im Gerichtssaal wissen.

Zwei Jahre Haft für 26-Jährigen

Der 26-Jährige wurde zu zwei Jahren Haft verurteilt, 10.000 Euro wurden für verfallen erklärt – diesen Betrag muss er an die Republik bezahlen.

Bauunternehmer muss vier Jahre Haft absitzen

Der Bauunternehmer erhielt eine Freiheitsstrafe in der Dauer von vier Jahren, er muss 50.000 Euro an den Staat bezahlen.

22 Monate Haft für den dritten Mittäter

Der dritte Komplize erhielt eine Haftstrafe von 22 Monaten. 1.000 Euro wurden bei ihm für verfallen erklärt. Alle Angeklagten nahmen das Urteil an.

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